Pursahs Thomasevangelium Spruch 49

Selig die Einsamen und Auserwählten, denn ihr werdet das Himmelreich finden. Denn dort seid Ihr hergekommen, und dorthin kehrt ihr zurück.

Unser eigentliches Problem in dieser Welt ist, wir sind mit zu wenig zufrieden. Wir sind zufrieden damit Gott durch die Götzen dieser Welt zu ersetzen: Geld, Sex, Macht,Anerkennung um nur die gebräuchlichsten zu nennen. Aber unser zentraler Götze ist der Körper. Wir glauben wirklich unser Geist wäre auf ihn beschränkt oder von ihm abhängig. Es wäre genauso verrückt diese Götzen jetzt zu opfern um zu Gott zu finden. Dies ist einfach eine subtilere Form den Trennungsgedanken wahr zu machen.  Götzen sind Gedanken denen wir Macht geben, um uns so vor der Liebe in Sicherheit zu bringen. Götzen werden nicht geopfert, sondern durchschaut. Die ganze Welt, die wir zu  sehen glauben, wird nicht überwunden sondern transzendiert. Es geht um eine Schau, die nichts mit den Augen des Körpers zu tun hat. Der Geist selbst ist das "Wahrnehmungsorgan" dieser Schau. Wie könnte etwas überwunden werden, was nie Wirklichkeit besaß. Selig sind die Einsamen: Wer sich in dieser Welt einsam fühlt, hat die große Chance die besondere Beziehung zu durchschauen. In der besonderen Beziehung versuchen wir die Liebe zu begrenzen: Auf einen Partner, auf ein Idol, auf Vorlieben, auf eine Weltanschauung, und viele weitere kleine, unbewusste Entscheidungen, die wir in der Gesamtheit als Persönlichkeit bezeichnen.

Der Einsame, der dieses Gefühl zulässt, wird erfahren dass hinter diesem Gefühl die Einheit bereits auf ihn wartet. Muss ich dazu auserwählt sein? Ja, auserwählt sein heißt zu verstehen, jetzt und hier ist genau der richtige Moment für diese Erfahrung. Der Augenblick benötigt nur meine Bereitwilligkeit mein auserwählt sein anzuerkennen und zu zulassen, um zum Heiligen Augenblick zu werden. Bin ich deshalb etwas Besonderes? Nein, Jesus sagt an anderer Stelle im Kurs :"Alle sind auserwählt, wenige wählen zu hören". Unsere Wahl besteht im Geist nicht in der gedachten Welt. Die Frage ist: Will ich der Wahrheit in mir Raum  geben oder weiter auf Götzen hereinfallen?