Pursahs Thomasevangelium Spruch 32

J. sprach: Eine Stadt, die auf einem hohen Berg erbaut und befestigt ist, kann nicht fallen und auch nicht verborgen werden.
Jesus spricht hier klare Worte. Die Stadt, von der er spricht, ist das was er anderswo den Himmel nennt. Was er sagt widerspricht völlig den landläufigen Mythen, die wir hegen und pflegen. Ein Millionenpublikum genießt den scheinbaren Kampf zwischen Licht und Dunkelheit vom Herr der Ringe bis zum Krieg der Sterne. Das Licht gewinnt nach langem, zähem Kampf, und bleibt doch immer irgendwie bedroht. Jesus stellt klar, der Himmel kann nicht fallen. Alle scheinbaren Angriffe des Ego Denksystems sind nur Theaterdonner. "Nichts wirkliches kann bedroht werden. Nichts Unwrkliches existiert. Hierin liegt der Frieden Gottes", wie es am Anfang des Kurses heißt.
Warum erscheint es uns trotzdem so schwierig? Aus dem einfachen Grund, weil uns der eigene Wiederstand entgeht. Die Macht des Ego besteht darin, dass wir unbedingt an die Wiklichkeit der Trennung glauben wollen. Wir sehen die Stadt auf dem hohen Berg nicht, weil wir sie nicht sehen wollen. Der Schuld Gedanke, der unserer Welt und uns heilig ist, impliziert, urteilen sei gerechtfertigt und notwendig. Dies ist das Fundament der Welt, die wir zu sehen glauben.
Was ist von dem Gedanken zu halten, es gebe geistig nichts mehr zu tun, da Trennung ohnehin unmöglich und nie geschehen ist. Vom Standpunkt des Absoluten ist diese Aussage absolut zutreffend. Für den Geist der sich gespalten fühlt, ist diese Aussage eine Ausrede. Seine Aufgabe ist es auf die eigenen Widerstände zu schauen, die im Unbewussten verborgen sind, aber ständig durch unsere sogenannte Außenwelt gespiegelt werden. Dies nennt der Kurs Vergebung. Erst so wird uns langsam bewusst, welchen Preis wir für die Identifizierung mit dem Denksystem der Trennung zahlen. Aus diesen Erfahrungen resultiert langsam oder auch schnell unsere neue Wahl, für das Denksystem des Heiligen Geistes.