Pursahs Thomasevangelium Spruch 24

Die Jünger sagten:"Zeig uns den Ort, wo du bist, denn wir müssen ihn suchen." Er sprach zu ihnen:"Jeder  hier, der zwei Ohren hat, der höre! Es gibt ein Licht in einem Lichtmenschen, und es strahlt auf die ganze Welt. Wenn es nicht strahlt, ist es dunkel."
Die Jünger fragen Jesus nach einem Ort. Sie sind, wie wir auch, in der Idee von Zeit und Raum gefangen. Jesus hat diese Idee als unwirklich durchschaut. Wirklich kann nur sein, was unveränderbar ist. Zeit und Raum, sind wie alle Illusionen die Begrenzung und Trennung enthalten, nur eine Einschränkung des reinen Geistes. Jesus identifiziert sich nicht mit Formen, sondern mit dem reinen Geist:"...ich und der Vater sind eins."
Er gibt uns ein Bild:.. Das Bild von Licht und Dunkelheit. Aber vorher erinnert er uns daran, dass lernen von der Bereitwilligkeit abhängig ist..."wer Ohren hat, der höre."
Als Symbol für Gott verwendet Jesus das Symbol des Lichtes.
Stellen wir uns einen dunklen Raum vor. Der dunkle Raum ist unsere Idee es gäbe Materie, welche voneinander unabhängige, individuelle (gleich unteilbare) Formen bilde. Wir identifizieren uns mit dem Körper und erkennen nicht, dass der Geist den Körper als Idee projiziert. In diesem dunklen Raum ecken wir dauernd an. Wir sind scheinbar Angriffen ausgesetzt, die wir wiederum mit Angriffen beantworten. Dies alles unterstützt die Idee der Trennung. Aus dieser Idee entsteht folgerichtig die Idee der Besonderheit und der Schuld. Ziehen wir die Vorhänge auf, dass heißt wir sind bereit diese verrückte Idee,Trennung sei möglich, berichtigen zu lassen. Der ganze Raum ist nun lichtdurchflutet. Das Licht war immer da und ist nicht abhängig davon, ob wir die Vorhänge aufmachen oder nicht. Das Licht strahlt überall wo es eingelassen wird, es muss nicht verdient werden. Die Gegenstände im Raum, also die Formen, verschwinden nicht im Licht. Im Gegenteil, sie sind besser sichtbar. Die Gegenstände sind verschieden aber nicht getrennt. Wir entdecken jetzt eine gemeinsame Qualität, die immer da war. Die Qualität des Lichtes. Das Licht scheint überall, wo es scheinen darf. Bereitwilligkeit ist die Voraussetzung dieser Schau, nicht Perfektion oder Absicht.