Pursahs Thomasevangelium Spruch 22

Wenn ihr aus zwei eins macht, wenn ihr das Innere wie das Äußere und das Äußere wie das Innere und das Obere wie das Untere macht und wenn ihr das Männliche und das Weibliche zu einem Einzigen macht, sodass das Männliche nicht mehr männlich und das Weibliche nicht mehr weiblich ist... dann werdet ihr in das Himmelreich eingehen.
Die Frage ist: Willst du an Gegensätze glauben? Nach deinem Glauben wird dir geschehen. Vom Standpunkt unserer eingebildeten Person aus, erfahren wir die Welt als gegensätzlich: ich und anderes. Die Frage ist, sind wir zufrieden in dieser Welt der Dualität? Wir sind es die sie gemacht haben und daran festhalten. Sind wir bereit die Welt anders zu sehen? Die Bereitwilligkeit ist der Dreh und Angelpunkt. Bereitwilligkeit ist eine geistige Haltung, eine geistige Entscheidung. Das Männliche und das Weibliche zu einem Einzigen machen heißt nicht ins Kloster gehen. Illusionen werden nicht aufgehoben, indem man sie wirklich macht. Es heißt um eine neue Sichtweise zu bitten. Auf der Ebene der Form wird es weiter Männer und Frauen geben. Welche Realität will ich einer Welt der Form und der Gegensätze zuerkennen? Kann eine derartige Welt irgend etwas mit Gott, dem geistigen Prinzip der Einheit, zu tun haben? Will ich Gott zum Teil dieser Welt der Form machen, indem ich um neue oder bessere Formen bete. Sehe ich mich selbst als Idee oder als Form, als Körper? In der Welt der Ideen, der Welt Gottes, ist es ganz einfach das Männliche und das Weibliche zu einem einzigen zu machen: Es wird erkannt, dass die Auftrennung in männlich und weiblich einfach nur die verrückte Idee ist, Trennung sei möglich. Verrückte Ideen dürfen beiseite gelegt werden. Wie? Indem wir die Verrücktheit der Wahrheit in uns zur Beurteilung übergeben.