Pursahs Thomasevangelium Spruch 20

Die Jünger sagten zu J:"Sag uns, womit Gottes Herrschaft zu vergleichen ist". Er sagte zu ihnen:"Sie ist wie ein Senfkorn. Sie ist der kleinste unter den Samen, aber wenn er auf vorbereitete Erde fällt, bringt er eine große Pflanze hervor und wird eine Zuflucht für die Vögel das Himmels."
Jesus spricht in Bildern über den Geist. Bilder haben die Kraft uns zu berühren, am Verstand vorbei die Erinnerungen anzusprechen, wer wir wirklich sind.
Das kleine Samenkorn, mit dem Jesus Gottes Herrschaft vergleicht, ist der Gedanke, dass Trennung niemals stattgefunden hat, ja das Trennung unmöglich ist. Die Idee der Trennung, ist eine Fantasie, eine Illusion die nicht stattfinden kann. 
Auf welche vorbereitete Erde muss sie fallen damit die Pflanze wachsen kann? Die vorbereitete Erde ist die Bereitschaft unsererseits anzuerkennen, dass wir die Welt der Formen und der Materie, die wir uns selbst ausgedacht haben, nicht wollen. Dies ist gleichbedeutend mit dem Gedanken jeden Wert, den wir in dieser Welt sehen, infrage zu stellen. Den Wert dieser Welt infrage zu stellen heißt nicht diese Welt zu verneinen. Es heißt in dieser Welt "als Vorübergehende" zu leben, um ein weiteres Jesuswort zu gebrauchen. Der Wert dieser Welt liegt darin, uns als Schule zu dienen, um uns an unsere wahre Heimat im Geist zu erinnern.
Ist diese Bereitwilligkeit in unserem Geist vorhanden, so bringt die Idee, dass der Trennungsgedanke  reine Illusion ist, einen mächtige Pflanze hervor und wird eine Zuflucht für die Vögel des Himmels. Die Vögel des Himmels sind auf der menschlichen Ebene die Gottessöhne, die immer noch an Trennung glauben wollen und durch Menschen inspiriert werden, die dies nicht mehr tun. Im Geist selbst sind die Vögel des Himmels die Gedanken Gottes, die im Geiste des Suchenden wieder erkannt werden. Ein fühlendes verstehen klärt unsere wirkliche Identität als Gottes Sohn.