Pursahs Thomasevangelium Spruch 18

J's Jünger sagten zu  ihm:"Sag uns, wie unser Ende sein wird?" J sprach:"Habt ihr denn den Anfang entdeckt, dass ihr das Ende sucht? Denn wo der Anfang ist, wird das Ende sein. Selig ist, wer am Anfang steht. Er wird das Ende erkennen und den Tod nicht kosten."
Anfang und Ende sind dualistische Ideen in unserem gespaltenen Geist. Das Ende suchen setzt voraus, dass etwas passiert ist, dass Trennung stattgefunden hat. Den Anfang finden, heißt verstehen und erfahren, dass Trennung unmöglich ist. Der Wille Gottes ist Einheit, und Gottes Wille hat kein Gegenteil. Wir betrachten diese Welt aus der Perspektive unseres Körpers. Der Körper aber benötigt einen Verstand indem er als (illusionäre) Idee erscheinen kann. Schläft der Verstand, ist die Idee "mein Körper" nicht vorhanden. Der Körper ist wiederum abhängig von der Idee des Bewusstseins. Bewusstsein ist die illusionäre Idee dass Trennung möglich ist. Es ist die Idee dass es statt Einheit Subjekt und Objekt gibt. Diese Idee zeigt sich in der Wahrnehmung. Die Idee der Einheit für zur Erkenntnis und transzendiert die Wahrnehmung.
Den Anfang erkennen heißt erkennen, dass ich jederzeit wählen kann. Welchem Gedanken will ich folgen, auf welchen Lehrer will ich hören: Trennung oder Vereinigung, Ego oder Heiliger Geist. Wer am Anfang steht erkennt, die Welt die ich sehe ruft nach Vergebung. Was ist zu vergeben? Es wird das vergeben was nie passiert ist: Die Idee der Trennung. Wo sollte hier noch Platz sein für Leben und Tod?