Pursahs Thomasevangelium Spruch 13

J sagte zu den Jüngern:"Vergleicht mich mit etwas und sagt mir, wem oder was ich gleiche." Simon Petrus sagte zu ihm:"Du bist genau wie ein Engel." Matthäus sagte zu ihm:"Du bist wie ein Weisheitslehrer." Thomas sagte zu ihm:"Meister, mein Mund ist gänzlich unfähig zu sagen, wem oder was du gleichst." Da nahm er ihn beiseite und sprach drei Worte zu ihm. Als Thomas wieder zu seinen Gefährten kam, fragten Sie ihn:"Was hat J dir gesagt?" Thomas sagte zu ihnen:"Wenn ich euch eines von den Worten sage, die er mir gesagt hat, werdet ihr Steine aufheben und mich steinigen, und Feuer wird aus den Steinen lodern und euch verbrennen."
Dieses Jesuswort ist etwas kryptisch. Wir wollen uns Pursahs Kommentar dazu anschauen. Er findet sich übrigens im ersten Buch von Gary Renard "Das verschwundene Universum." 
Pursahs sagt darin, Jesus habe nicht drei Worte, sondern die drei folgenden Sätze gesagt, die seine Lehre zusammenfassen:
1) Du träumst von einer Wüste, in der Luftspiegelungen dich beherrschen und plagen, aber diese Bilder kommen von dir.
2) Der Vater hat die Wüste nicht gemacht, und du bist noch immer bei Ihm zu Hause.
3) Um zurückzukehren , vergib deinen Bruder, denn nur dann vergibst du dir selbst.
Zu 1: Wir sind nicht die Opfer dieser Welt. Wir haben sie selbst gemacht.  Diese Welt hat (zum Glück) nichts mit dem Willen GOTTES zu tun. Deshalb besitzt sie keine Realität und ist relativ nicht absolut. Sie ist wie eine Luftspiegelung in der Wüste. Sie spiegelt den verrückten Gedanken wir könnten uns von Gott trennen. Dieser Gedanke lässt uns eine duale Welt erleben, solange wir an ihn glauben.
Zu 2: Es kommt noch besser. Die Wirklichkeit ist, wir haben den Himmel nie verlassen. Unsere "Rückkehr" besteht darin uns genau an diesen Gedanken zu erinnern. Diese Erinnerung ist Unauslöschbar in uns vorhanden. Im Kurs wird sie der Heilige Geist genannt. Dank dieser inneren Instanz können wir nicht verloren gehen. Wir können die Rückkehr nur verzögern, indem wir diese Instanz ignorieren.
Zu 3: Vergebung ist der Weg der Rückkehr. Sie ist die letzte und nützliche Illusion. Vergeben heißt unsere Fehlwahrnehmungen einer dualistischen Welt dem heiligen Geist zur Neubeurteilung zu übergeben. Vergebung ist eine Praxis die im Geist in drei Schritten abläuft. (AAA Vergebung nach Michael Dawson)

Achtsamkeit: Achtsamkeit für den Groll im eigenen Geist und Übernahme der Verantwortung dafür. Das Problem liegt nie in der Situation, sondern in meiner Reaktion auf sie. Ich bin verantwortlich für das, was ich sehe. Der "Andere", die Situation, der Umstand spiegelt nur den Schatten in meinem Geist, meinen Glauben an Trennung.

Akzeptanz: Annehmen und nicht verurteilen des Grolls. Akzeptanz ist die Vorstufe der Heilung. Was du bekämpfst bleibt bestehen und erhält dauernd von dir neue Energie. Was du annimmst kann heilen.

Abgeben: Dies ist das Anrufen der Hilfe zur Heilung des Grolls. Du wendest dich an dein höheres Selbst, den Heiligen Geist: "Zeig mir bitte, wie ich diese Situation anders sehen kann. Ich möchte jetzt damit in Frieden sein."

Es ist kein Gebet, es ist eine Einladung. Denn die Hilfe ist immer da. Vergebung ist nicht etwas was von uns getan wird, sondern für uns.


Der letzte Teil von Spruch 13 kann aus den Gesetzen der damaligen Zeit verstanden werden. Zu damaliger Zeit zu sagen Gott habe die Welt nicht erschaffen, wäre einer Gotteslästerung gleich gekommen, die in der der Regel durch Steinigung geahndet wurde.