Pursahs Thomasevangelium Spruch 6

Die Jünger fragten ihn: "Willst du, dass wir fasten? Wie sollen wir beten? Sollen wir Almosen geben? Was sollen wir essen?" J sagte:"Wenn ihr in irgendeine Gegend kommt, dort herumgeht und jemand euch hereinbittet, dann esst, was man euch vorsetzt. Schließlich wird nicht dass, was in euren Mund kommt, euch verunreinigen, aber an dem, was aus euren Mund herauskommt, wird man euch erkennen.
Die Jünger fragen nach Ritualen. Sie sind noch nicht im geistigen Weltbild angekommen. Sie leben noch in einem magischen Weltbild. In einem geistigen Weltbild ist klar: Der Geist projiziert diese ganze Erscheinungswelt. Also muss die Korrektur auf der Ebene des Geistes erfolgen, und nicht durch Rituale in der projizierten Welt. Es geht nicht um Verhalten, sondern um eine geistige Haltung.
Im magischen Weltbild erleben wir diese Welt der Formen als real. Also versuchen wir ständig unser Verhalten zu ändern, und sehen nicht das die Berichtigung im Geist erfolgen muss. Im "Kurs in Wundern" sagt Jesus:"Versuche nicht die Welt zu ändern, sondern ändere dein Denken über die Welt."
Bei seiner Berichtigung stellt Jesus klar, dass auch nichts was aus unserem Mund kommt uns verunreinigen kann. In einer projizierten Welt gibt es keine Schuld. Die Welt die wir meinen zu sehen und die Körper die sich darin scheinbar befinden, sind Wirkungen und keine Ursache. Es ist nur der Geist der die Welt projiziert , der an Schuld glaubt.
Aber an dem was aus unserem Mund kommt kann man uns erkennen, d. h. unseren Geisteszustand erkennen.