Pursahs Thomasevangelium Spruch 3

J. sprach: Wenn euch eure Lehrer sagen: "Seht, Gottes Herrschaft ist im Himmel", dann sind die Vögel vor euch da. Wenn sie euch sagen: "Sie ist im Meer", dann sind die Fische vor euch da. Aber Gottes Herrschaft ist in euch und ihr seid überall. Wenn ihr euch erkennt, werdet ihr erkannt werden und verstehen, dass wir eins sind. Wenn ihr euch aber nicht erkennt, lebt ihr in Armut und seid die Armut.
Jesus stellt klar, dass es keinen bestimmten Ort gibt, wo die Wahrheit gefunden werden kann. Raum und Zeit sind die großen Illusionen, die das Ego benutzt, um eine Welt der Trennung vorzutäuschen.
Wie kann ich etwas finden das innen und überall ist? Der erste Schritt hierzu besteht paradoxerweise darin, das Aussen genau zu untersuchen. Das Aussen, die Welt der Körper und Formen, will zuerst gelebt und erfahren werden, um festzustellen, dass diese Welt mich nicht zufrieden stellt. Wir können nicht erkennen, dass wir kein Körper sind, bevor wir nicht in der Lage sind gelassen mit dem Körper umzugehen. Deshalb besteht der wichtige erste Schritt darin, unsere Ego Welt kennen zu lernen und uns mit unseren körperlichen Bedürfnissen auseinanderzusetzen.
Ein gelassener Umgang mit dem Ego besteht darin, es als Teil unserer Erfahrung hier anzuerkennen. Erst dann ist es möglich um Hilfe zu bitten, und uns gelassen dieses Denksystem zusammen mit Jesus anzusehen. Das Ego ist ein illusionäres Wahnsysthem. Es hilft nichts es zu bekämpfen oder zu leugnen, es muß angesehen und durchschaut werden.
Eine Wahrheit die überall ist wird  erkannt, indem ich die Hindernisse durchschaue und loslasse, die ich selbst vor ihr aufgerichtet habe. Erkennen selbst ist nichts was jemand als Person auf dieser Welt tuen könnte. Einheit zeigt sich, wo die Hindernisse beiseite gelegt wurden.